Ostern in Italien wird als katholisches Fest ausgiebig gefeiert. Viele verschiedene Bräuche haben sich rund um dieses Fest gebildet. Immerhin beendet Ostern die Fastenzeit und begrüßt den Frühling. Dass wir den Frühling als ganz besonders schöne Reisezeit für Apulien erlebt haben, kann man hier nachlesen Insidertipps für den Apulienurlaub im Frühling.

Um Mitternach von Faschingsdienstag auf Aschermittwoch läuten in Molfetta 33mal die Glocken. Das läutet die Fastenzeit an.

Saftig grüne Wiesen, warme Luft: Ostern in Apulien ist ein tolle Zeit – Olivenhaine sind übrigens immergrün!

Wer in der Fastenzeit in Apulien unterwegs ist, sieht eine ganz besondere Figur schon in den Gassen sitzen. Eine Stoffpuppe, die eine alte Frau darstellt, üblicherweise in schwarz gekleidet. Es ist die Caremma mit Symbolen der Fastenzeit wie eine eine Spindel mit Wolle oder eine Bitterorange mit sieben Hühnerfedern. Die sieben Hühnerfedern werden Woche um Woche, an denen sich Ostern nähert, entfernt. Für manche stehen sie auch für die sieben Todsünden.

Ostern wird die Caremma verbrannt. Die Tradition der Caremma ist im Salento am weitesten verbreitet.

Die Karwoche wird mit verschiedenen Feierlichkeiten, in unterschiedlichen Teilen der Region zelebriert. Am Freitag vorm Palmsonntag findet in Gallipoli eine Prozession zu Ehren der Marienstatue Addolorata, die Schmerzensreiche, statt.

Die Prozession beginnt um 12.00, die Marienstatue wird aus dem Kirchlein Carmine in der via Fontò herausgetragen in der Altstadt. Es folgen Oratorien in der Kathedrale, danach in der chiesa di San Gerardo und Sacro Cuore außerhalb des Altstad-Kerns. Spät abends kehrt die Statue und die Prozession auf die Altstadt-insel zurück – unter Hupen der Autos, sowie Tuten der Schiffe – und wird durch das historische Zentrum getragen. Für einige ist das das wichtigste Fest in Gallipoli im Jahresverlauf.

Ostertradition: ein geweihter geflochtener Palmzweig am Palmsonntag.

Am Palmsonntag gibt es Olivenzweige oder kunstvoll geflochtene Palmblätter, die bei der Messe gesegnet werden.

Prozessionen und Nachinszenierungen der Passion Christi finden in ganz Süditalien statt. Die meisten Prozessionen finden unter Schweigen statt, es gibt aber auch sehr schmerzensreiche Feierlichkeiten.

Mehrere Prozessionen in der Karwoche gibt es in Molfetta, Ginosa, Francavilla Fontana oder in den Städten des Itria-Tals. Es wird mancherorts auch die Passion Christi nachgespielt, wie in Triggiano mit der „Passione vivente“.

Bemerkenswert sind wieder die Feiern in Taranto – aber auch Weihnachten können die Tarantiner lang und intensiv feiern – mehr dazu in unserem Beitrag über „Weihnachten in Apulien„.

Was macht das Osterfest in Taranto so besonders, der lange Leidensweg von mehreren Tagen und mehreren Madonnenstatuen, sowie auch Jesus Standbidler. Beeindruckend – wie auch in anderen Orten, dass die Büßer weißen Roben tragen, die Gesichter bedeckt sind, nur die Augen sind sichtbar und sie gehen barfuß.

Donnerstagnachmittag werden die Kirchen aller Stadt besucht, die sepolcri. In langsamen Schritt von Kirche zu Kirche Um Mitternacht die Prozession der Addolorata, am Karfreitag um 17.00 zurück wo die Prozession die Chiesa del Carmine verlässt, die am Karsamstags um 7.00 morgens zurück kehrt. Begleitet werden die Prozessionen von Kapellen, die Trauermärsche spielen und vielen Tarantinern.

In Carovigno beginnt man die ganz speziellen Festlichkeiten am Ostermontag, feiert noch am Dienstag und am Samstag der selben Wochen. Alles aufgrund einer besonderen Fahren, der Nzegna.

Üblicherweise sind die heiligen Feiertage zu Ostern, der Ostersonntag und der Ostermontag.

Am Karfreitag sind die Geschäfte in Italien geöffnet, auch normal geöffnet sind Läden und Shops am Gründonnerstag und in den meisten Regionen am Karsamstag. Für Ostersonntag und Ostermontag sollte man Öffnungszeiten für Museen, Restaurants und Läden kontrollieren, die man gerne besuchen möchte und gegebenenfalls auf den Tag davor oder danach ausweichen.

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Geschenkt wird ein großes Schokoladeosterei mit Überraschungen darin. Auch riesige, bunte Plastikosterei mit Überraschungen werden immer beliebter als Ostergeschenk für die Kinder in Italien.

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Köstliches zur Osterzeit

Das Osteressen zu Mittag ist ausführlich und dauert lang. Die Familientraditionen sind unterschiedlich, oft gibt es Lamm zu Mittag. Sicher ist, dass es jede Menge unterschiedliches Frühlingsgemüse gibt: Spargel – oft die leckeren, zarten Asparagini, Mangold, Spinat, Mönchsbart – Agretti und vielen weiteren frisch geernteten Köstlichkeiten.

Abschluss des Ostermenüs ist die „Colomba pasquale“ – süßes Hefegebäck in Taubenform.

Auch noch typisch für die Osterfeierlichkeiten: die Torta Pasqualina: Spinat, gekochte Eier, Ricotta in einer Art Strudelteig in Tortenform arrangiert.

Der nächste große ist die Pasquetta – Ostermontag. Hier darf die Torta Pasqualina nicht fehlen und viele andere Leckereien und es geht nach draußen. Die Gelaterie sind an diesem Tag gut besucht, die ersten setzen sich an den Strand, viele Kinder und Jugendliche gehen auch schwimmen. Oft ist es ein Picknick mit Freunden.

Um mit den italienischen Ostertraditionen abzuschließen:
Zu Ostern wünscht man sich in Italien „Buona Pasqua“ – Frohe Ostern!

Wenn Sie mehr erfahren wollen, wann man am besten nach Apulien reise: hier ein Beitrag über die beste Reisezeit für Apulien.

Den Osterurlaub in Apulien zu erleben ist auf alle Fälle ein besonderes Erlebnis!